Volksschule Krombach-Geiselbach

Umweltschule in Europa

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Schule für alle

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Partnerschaft und Solidarität mit Villavicencio:

Unser Schulprojekt in Kolumbien

Wolfgang Hock (Johannesberg) vom Stiftungsvorstand „Weg der Hoffnung" zeigte in allen Klassen in der Krombacher Schulaula am 4. 12. 08 in einem Bildvortrag die Lebenssituation in Kolumbien und die Auswirkungen der Hilfsprojekte auf.

Zwei Gäste aus Kolumbien hatte er dazu mitgebracht:
Flor Rodriguez Ordonez, Sozialpsychologin und Schwester Dora Ramos, welche die Behindertenwerkstatt vor Ort betreut, berichteten über ihre Arbeit in den Kinderheimen und der Behindertenwerkstatt in Villavicencio. Sie berichteten ebenfalls von ihrer Arbeit und standen den Kindern bei zahlreichen Fragen Rede und Antwort. Als besonderes Highlight für die Kinder tanzte Flor Rodriguez am Schluss traditionelle Tänze vor und lud die Kinder zum Mittanzen auf.

Im Laufe des Vormittags bekamen wir viele Informationen über das lateinamerikanische Land:

Kolumbien: Grausam schön

Vor allem der Bürgerkrieg wirkt sich katastrophal auf die Lebenssituation der Kinder aus. Viele Kinder verlieren durch den Bürgerkrieg Eltern, Verwandte und ihr Zuhause. 45 Jahre dauert der Bürgerkrieg zwischen Guerilla und Militär schon an. "Statistisch leben fast 70 Prozent der Kolumbianer in Armut, jeder Vierte in absoluter Armut", heißt es in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 28.3.2008. 3 Millionen Vertriebene im eigenen Land, 30.000 Tote pro Jahr. Hinter diesen Zahlen steckt unsagbares Leid. Mitarbeiterin Flor besucht die Elendshütten, um die allerärmsten Kinder – unterernährt, verlassen, krank – in die Kinderheime der Stiftung aufzunehmen.

 

Die Kinderheime „Sagrada Familia“ in Ciudad Porfia und „San José“ in La Reliquia

In zwei Kindertagesstätten in den Armenvierteln erhalten mehr als 550 Kinder aus größter Not ab 6 Monaten bis 6 Jahre Nahrung, Kleidung, Gesundheitsversorgung, Zuwendung und Förderung. Vielen Kindern geht es wie dem Mädchen Juliana. Mitarbeiter der Stiftung fanden sie unterernährt, verlassen, aggressiv und verhaltensgestört auf der Strasse - sie lebte dort, hatte kein Zuhause. Nach nur wenigen Monaten Zuwendung und ärztlicher Versorgung hat sie sich zu einem gesunden, freundlichen lebendigen Kind entwickelt. Dies ist ein Weg der Hoffnung auch für die Allerärmsten. In unseren Kinderheimen finden neben den gesunden auch 120 behinderte Kinder Aufnahme, Pflege und Versorgung. Die gemeinsame Erziehung fördert die Behinderten und nimmt den Gesunden Vorurteile.

Projekt: Schule für alle!

In Kolumbien benötigt jedes Kind, das eine Schule besuchen will, Schuhe und eine Schuluniform, die von den Eltern angeschafft werden muss. Das heißt:
In Kolumbien darf nur die Schule besuchen, wer Schulkleidung, Uniform, Schuhe, Ausstattung und Schulgebühr bezahlen kann.
Dies können sich viele Eltern nicht leisten. Deshalb haben viele Kinder keine Schulbildung. Die Kinder in den Heimen stammen aus Flüchtlingsfamilien und sind als Halb- oder Vollwaisen oft nur mit dem nackten Leben davongekommen. Sie haben keine Mittel, Hunger und Durst zu stillen oder ein Dach, eine Plane über dem Kopf zu haben, geschweige denn für Uniform und Schulgeld.
Das Schulprojekt stellt den Kindern alles Nötige für den Schulbesuch zur Verfügung.
Für 178 Euro kann einem der ärmsten Kinder ein Schulplatz für ein Jahr ermöglicht werden. In den letzten Schuljahren konnte die Volksschule Krombach-Geiselbach jeweils 2 Kindern eine Ausbildung ermöglichen. Unsere Hilfe zur Bildung verändert das Schicksal der Armen nachhaltig.

Partnerschaft und Solidarität mit Villavicencio:

Unser Schulprojekt in Kolumbien

Wolfgang Hock (Johannesberg) vom Stiftungsvorstand „Weg der Hoffnung" zeigte in allen Klassen in der Krombacher Schulaula am 4. 12. 08 in einem Bildvortrag die Lebenssituation in Kolumbien und die Auswirkungen der Hilfsprojekte auf.